"Der Chinesische Weg" Akupunktur

Die älteste und am meisten verbreitete Behandlungsmethode der Welt: Reizung von Akupunkturpunkten

Die  Akupunktur, die sich in China schon im 2. Jahrhundert v. Chr. entwickelte, stellt in der traditionellen chinesische Medizin (TCM) eine von 5 Säulen der Behandlung dar.     

Sticht man mit einer kleinen Nadel an genau festgelegten Punkten in die Haut, kann man Störungen im Körperinneren beseitigen oder zumindest lindern. Diese Punkte findet man auf Linien, die man als Meridiane bezeichnet. Nach Vorstellung der chinesischen Medizin fließt in den Meridianen die Lebensenergie in den Anteilen „Yin“ und „Yang“. 

Beide wirken im menschlichen Körper als lebenserhaltende Kräfte gleichberechtigt nebeneinander, jedoch als Gegenpole. Liegen sie zueinander im Gleichgewicht vor, stellt dies den Idealzustand der körperlichen Gesundheit dar. Ist das Gleichgewicht jedoch gestört, führt dies auf Dauer zu Krankheit und in vielen Fällen auch zu Schmerz.

Viele Menschen erschrecken erst einmal bei dem Gedanken, dass Nadeln in sie eingestochen werden sollen. Die meisten Akupunkturbehandlungen verursachen jedoch keine Schmerzen, da besonders feine Nadeln mit hochwertigem Schliff verwendet werden.

Ohrakupunktur (Aurikulotherapie)

Neben dieser „klassischen“ Anwendung als Körperakupunktur führen wir in unserer Praxis Akupunktur in vielen Fällen auch als Ohrakupunktur durch.

Der französische Neurologe Paul Nogier prägte diesen Begriff aufgrund eigener langjähriger Erfahrungen. Er traute sich aber erst 1956 nach vielen Jahren des Abwartens, seine Erkenntnisse unter dem Namen „Aurikulotherapie“ auf einem wissenschaftlichen Kongress in Marseille vorzustellen. Sie beruhen auf der Auffassung, dass sich zu Störungen in einer bestimmten Region des Körpers (z.B. am Hüftgelenk) typische schmerzhafte Punkte an der Ohrmuschel nachweisen ließen.

In der logischen Umsetzung dieses Prinzips der Abbildung von Organen des Körpers auf ein immer gleiches Areal (Somatotopie) erstellte Nogier eine Art „Karte“ der Ohrmuschel, die sich aus verschieden Erkenntnissen, wie der embryonalen Entwicklung, der Lage von Nervenbahnen am Ohr sowie der von ihm selber erforschten Reflexbeziehungen ergab. Das Ergebnis erinnert an einen Embryo, der auf dem Kopf steht. 

Nach heutigem Stand der Wissenschaft verursachen krankhaft veränderte Bereiche am Körper (z. B. ein schmerzhaftes Hüftgelenk) eine elektrisch messbare Widerstandsveränderung („aktiver Punkt“) an der immer gleichen Stelle der Ohrmuschel. Wird dieser Punkt mit einer Akupunkturnadel oder Licht mit korrekt eingestellter Wellenlänge (bei einer schmerzfreien Laserakupunktur) zielgenau am Ohr behandelt, kommt es über die Beeinflussung gekoppelter Hirnareale zu einer Linderung der Schmerzen im auslösenden Körperareal (hier: am Hüftgelenk).

 

Laserakupunktur

Unter einem „Laser“ versteht man aus technischer Sicht ein Gerät, welches in der Lage ist, gebündeltes gerichtetes Licht einer bestimmten Wellenlänge zu erzeugen. Dieses unterscheidet sich von unserem natürlichen Sonnenlicht besonders durch seine sehr hohe Energiedichte. Es kann sich um sichtbares oder unsichtbares Licht handeln. Trifft Laserlicht z.B. bei einer schmerzfreien Laserakupunkturbehandlung auf die menschliche Haut, gibt es einen Teil seiner Energie an die Zellen ab. 

Das Lasergerät erlaubt die individuelle Einstellung spezieller, genau ausgetesteter sog. Resonanzfrequenzen. Hiermit können Akupunkturpunkte und Reflexzonen präzise beeinflusst werden, die im Zusammenhang mit den Meridianen (Energiebahnen) stehen. Diese Punkte werden je nach Untersuchungsbefund so lange mit dem Laserlicht einer definierten Frequenz behandelt, bis ein Energiegleichgewicht hergestellt ist.

Die Behandlung muss, genau wie bei der Körper- oder Ohr-Akupunktur, je nach Ausmaß des Befundes mehrmals solange wiederholt werden, bis es dauerhaft zu einer Stabilisierung des Körpers kommt.

Die vollständig schmerzfreie Laserakupunktur sollte nicht nur für Säuglinge oder Kinder selbstverständlich sein, sie wird auch zunehmend von gut informierten erwachsenen Patienten nachgefragt. Wissenschaftliche Arbeiten belegen eindrucksvoll die Wirksamkeit. Sie sollte jedoch ausschließlich in Verbindung mit einer fachärztlichen klinischen Diagnostik erfolgen.